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Februar 2017

Liebe Freunde

Der Umbau des Hotels schreitet gut voran. Zusammen mit mehr als 20 freiwilligen Helfern aus der Schweiz und 10 senegalesischen Mitarbeitern arbeiten wir unter der Woche am Gebäude und geniessen Dakars Umgebung an den Wochenenden. Der Arbeitsalltag verlangt viel von den Handwerkern, denn das Gebäude ist gross und alt. Die Koordination aller Arbeitsvorgänge, das Besorgen von Werkzeugen und Baumaterial und die Kommunikation sind die aktuellen Herausforderungen. Aber es muss gesagt werden, dass die Arbeiten schneller und günstiger voranschreiten, als wir geplant haben. Wir spüren Gottes Segen und sind voller Dankbarkeit.

In den letzten Wochen erhielten wir tatkräftige Unterstützung aus der Schweiz, die wir uns nicht im Traum erhofft hätten. Handwerker verliessen ihre Arbeitsplätze und setzten ihr Können in unserem Hotel ein. David der Elektroinstallateur, erneuerte alle Schalter, legte neue Leitungen, löste einige Kabelknoten und installierte neue Lampen, Bewegungsmelder und eine automatische Wasserpumpe. Christian der Maurer fixierte neue Türen, widmete sich den geschliffenen Wänden und brachte einen Verputz an, damit sie gestrichen werden können. Joscha der Zimmermann konstruierte eine Halterung für die Surfboardwerkstadt. Neben den Experten half uns eine Armee an Freiwilligen, die Wände wegspitzten, schliffen, verputzten, strichen, alten Schutt raustrugen, neuen Zement, Sand, Eisen, und Steine reintrugen, beteten, kochten, Bilder schossen und Teil unserer Familie wurden. Schweizer und senegalesische Arbeiter arbeiten Hand in Hand. Eine Stimmung der Ermutigung und der Freude herrscht.

Einen speziellen Dank möchten wir den Eltern von Elias widmen, die während ihrem Aufenthalt neue Türen schliffen, Fenster flickten, Zopf backten und uns einfach das Gefühl gaben daheim zu sein. Eine Gruppe der Jugend mit einer Mission (YWAM) half uns zwei Wochen bei den Malerarbeiten. Meine Schwester Andrea besuchte uns, um ihr Wissen aus ihrem Hotelerie Studium einzubringen.

Dezember 2016 3
Dezember 2016 3

Wir erleben eine sehr gesegnete Zeit. Es fühlt sich so an, als ob Gott den Umbau leiten würde. Die Freiwilligen kommen immer in der Zeit, in der wir ihre Hilfe benötigen. Die Ermutigungen wurden uns immer dann zugesprochen, wenn wir uns überfordert fühlten. Finanzen erhielten wir immer genau dann, als der alte Betrag zu Ende ging. Insgesamt etwas mehr als 8000 Franken, die für alle Ausgaben reichten. Wir danken euch von ganzem Herzen für euer Beten und Spenden.

Dezember 2016 3
Dezember 2016 3

Ich (Silas) persönlich muss lernen, dass ich nicht selbst die Verantwortung trage, sondern dass alles in Gottes Händen ist. Er ist der Gründer und Besitzer dieses Projekts. Deshalb musste ich keine Angst haben, als die senegalesische Polizei uns vorwarf illegale Personen zu verstecken und ohne Hotelbewilligung ein Hotel zu führen. Der Offizier wollte mich schon zum Posten abführen, als Joseph unser juristischer Berater eintraf. Er erklärte dann, dass wir erst im Umbau stecken und wir alles regeln werden. Es muss gesagt werden dass Joseph uns seit langer Zeit unterstützt, obwohl wir ihn nicht mehr bezahlen. Die einmalige Bezahlung für sein juristisches Begleiten beim Hauskauf, hat er bei weitem überschritten. Joseph hilft uns nun, weil er unsere Vision teilt und unser Freund wurde. Geld nimmt er nicht mehr an. Trotzdem organisiert er mit uns die Aufenthaltsbewilligungen, Handelsregistereinträge und lädt uns an schöne Orte ein, «damit wir auch mal entspannen». Josephs Unterstützung, die vielen hilfsbereiten Freunde, genügend Finanzen und eine gute Gemeinschaft lassen uns einfach an Gottes Führung glauben. Wir sind von Gott gesegnet.

Als mich meine Freundin Salome für zwei Wochen besuchen kam, durfte ich alle Arbeiten auf die Seite legen und entspannen. Das Gefühl loszulassen und die Verantwortung abzugeben hatte ich nicht gerne. Aber ich lernte mich nicht zu überfordern und Kraft aus der Ruhe zu schöpfen. Gemeinsam mit meiner Salome und zwei Freunden gingen wir regelmässig an schöne Orte: einsame Küsten, Strände, Klippen, Swimmingpools, Cafés und Restaurants. Dakar hat nämlich einiges zu bieten, wenn man sich auskennt. Unsere gemeinsame Zeit schenkte mir neue Kraft.

Dezember 2016 1
Dezember 2016 1
Dezember 2016 1

Nun möchten wir euch Elias Gafafer vorstellen. Er arbeitet mit mir als Teil der Geschäftsleitung und übernimmt die Verantwortung für alles rund ums Surfen:

Gott, Ich und Niokobokk

Am 2. Mai 1993 im Spital in Walenstadt atmete ich meinen ersten Atemzug. Als Jüngster von vier Jungs musste ich die Kleider meiner Brüder nachtragen. Nach abgeschlossener Lehre als Detailhändler im Elektro-Fachgeschäft, arbeitete Ich eineinhalb weitere Jahre auf dem Beruf, um Geld zu sparen. Damit ging ich für zwei Jahre ans Hillsong International Leadership College, um meine Musikkenntnisse, meine Führungsqualitäten und Bibelkenntnisse weiterzubilden. Das wichtigste dieser Zeit ist meine persönliche Beziehung zu Jesus, welche in diesen zwei Jahren für mich real und fest verankert wurde. Durch das Lesen in der Bibel lernte ich nach seinem Willen zu leben und mit ihm zu reden.

Ich wuchs in einer christlichen Familie auf und besuchte die Sonntagsschule, Jungschar und machte Worshipmusik. Für mich war es aber mehr Religion als Glauben. Ich ging zur Kirche weil meine Eltern und Freunde gegangen sind. Auch wenn ich auf der Bühne musizierte, war es mir oft nicht bewusst was ich sang. Ich hatte einfach Freude an der Musik. Manchmal hatte ich Angst davor über Jesus und Gott zu reden, weil ich keine eigene Meinung oder Antworten auf Fragen hatte. Mein Selbstbewusstsein war lange Zeit klein und ich versteckte mich hinter einer scheuen Fassade. Ich wusste ich nicht wer ich war. In einem Feriencamp mit andern Christen erlebte ich Jesus auf eine neue Weise. Eine Bestimmtheit überkam mich, dass Gott hier ist, dass Jesus die Sünde besiegt hat und dass der Heilige Geist in mir lebt. Mein Leben mit Jesus seither ist unglaublich spannend. Er liebt mich und vergibt mir immer wieder. Für mich ist ein Leben in Abhängigkeit von Jesus, ein Leben in totaler Freiheit.

Seit meiner Geburt leide ich an Neurodermitis. Die Hautkrankheit verursacht trockene Haut, weshalb ich mich oftmals stark kratze und mir selbst Wunden zufüge. Oftmals war ich am Ende meiner Kräfte, weil ich es nicht mehr aushielt oder nicht schlafen konnte. Freunde beteten häufig für mich und doch ging die Krankheit nicht weg. Ich verstand und verstehe auch heute noch nicht, was der Grund für diese Krankheit ist. Doch seitdem ich mein Leben auf Jesus ausrichte, schenkte er mir Frieden in dieser Situation. Jakobus 1:2-3: «Meine Brüder und Schwestern, nehmt es als Grund zur Freude, zur reinsten Freude, wenn ihr in vielfältiger Weise auf die Probe gestellt werdet. Denn ihr wisst: Wenn euer Glaube erprobt wird, führt euch das zur Standhaftigkeit.» Ich halte mein Fokus auf Ihn gerichtet, auch wenn ich immer wieder Ausschlags-attacken habe. Mit Gott ist nichts unmöglich. Er liebt mich bedingungslos. Er ist meine Hoffnung, und er gibt meinem Leben einen Sinn.

Dezember 2016 1

Die Frage, was Gott mit meinem Leben vorhat, habe ich lange mit mir herumgetragen. Es war auch eine Frage die ich mit nach Australien nahm. Am Ende meines ersten Jahres in Australien fuhr ich mit dem Roller mit Surfbrett, Bibel und Schlafsack los, um Zeit mit Jesus alleine zu verbringen. Durch verschiedene Bibelstellen und die Natur, sprach Gott zu meinem Herzen. Mein Herz schlägt für Menschen in Armut in Afrika und ich möchte ein Teil Ihrer Gesellschaft werden, um Ihnen in der Liebe Jesus zu dienen. Durch eine «zufällige» Begegnung am darauffolgenden Sonntag in der Kirche, als eine Missionsgesellschaft einen Vortrag präsentierte, verspürte Ich grosses Mitgefühl für die Menschen in Afrika. Ich fühlte mich durch den heiligen Geist angesprochen und herausgefordert, sodass ich weinen musste. Meine Mutter war nicht überrascht als ich ihr davon erzählte, denn sie erklärte mir, dass ich bereits als Junge den Wunsch hatte nach Afrika zu gehen.

In Australien entdeckte ich eine Leidenschaft fürs Wellensurfen. Es hat mich gepackt und mich mit Freude erfüllt wie ich es sonst noch nie in einer Sportart erlebte. Im Wasser erlebe ich immer wieder Gottes Stärke, seine Schöpfung und unglaubliche Vielfalt. Surfen ist etwas unglaublich Wunderbares. Wellen entstehen durch Wind und Stürme im Wasser. Jede Welle hat ihre eigene Grösse, Dicke, Dauer, Oberfläche und Geschwindigkeit. Du wirst nie genau die gleiche Welle zweimal surfen. Das einzige Hilfsmittel ist dein Surfbrett. Es ist pure Energie der Erde mit der du dich fortbewegst. Ein unglaublich erfüllendes, erfreuendes und befriedigendes Erlebnis.

Lange Zeit habe ich mich mit der Frage befasst; ob es denn wohl Gottes Wille ist, dass ich mich weiterhin mit dieser Passion fürs Surfen freue. Mein Herz schlägt nicht für Geld oder für eine gute Position in einem wichtigen Business, sondern für Gott und Menschen.

Philipper 4:6-7: «Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn. Dann wird der Frieden Gottes, der weit über alles Verstehen hinausreicht, über euren Gedanken wachen und euch in eurem Innersten bewahren – euch, die ihr mit Jesus Christus verbunden seid.»

Gott hat jedem von uns mit Begabungen beschenkt. Dinge, für die wir uns leidenschaftlich hingeben. Wenn wir diese Begabungen zur Ehre Gottes gebrauchen, können wir ein Licht sein und Menschen erreichen, welche nichts von Gott wissen, oder wissen wollen. Gott legt Träume in unser Herz. Es liegt an dir, was du damit tust. Als Christ ist es mein Wunsch, den Weg zu gehen, den Gott für mich vorgesehen hat. Philipper 4:13: «Nichts ist mir unmöglich, weil der, der bei mir ist, mich stark macht.»

Der Weg von mir zu Silas und so zu Senegal ist für mich von Gott geführt. Ich erfuhr von Freunden von seiner Vision. Nicht lange später war ich mit Silas am Telefon. Er erzählte mir von seinen Vorstellungen und was Gott in sein Herz gelegt hat und gleiches tat ich. Nach Gebet und weiterem Austauschen entschieden wir uns die Sache gemeinsam durchzuziehen. Denn es heisst im Prediger 4:9-10: «Zwei haben es besser als einer allein, denn sie haben einen guten Lohn für ihre Mühe. Wenn sie fallen, kann der eine seinem Gefährten aufhelfen.»

PS: seit dem 21.1.17 habe ich eine viel bessere Hälfte, welche uns beim Umbau für drei Wochen mithalf und nun wieder in der Schweiz am studieren ist.

Hotel Niokobokk | Petit Ngor | Dakar
info@niokobokk.ch | www.niokobokk.ch


Bankdaten
Silas Rupp
Raiffeisenbank 9050 Appenzell
IBAN: CH74 8102 3000 0027 5281 3

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Gebet

Bitte betet für

  • den Erhalt der Bewilligung für den Hotelbetrieb (ungefähr 30 Unterbewilligungen müssen in einem korrupten System erteilt werden)
    unsere Gemeinschaft untereinander und mit unseren Nachbarn
  • Die Gäste des Hotels, da es vor unserem Kauf ein Bordell war und allerlei Drogendealer anzog. Bitte betet, dass unser Hotel ein Ort der Entspannung und Kraftschöpfung sein darf und dass negative Mächte keinen Zutritt haben
  • Unsere muslimischen Freunde

Eine Liste der Gebetsanliegen, die erhört wurden

  • wir haben immer genügend Geld für alle Arbeiten
  • mehr als 30 Freiwillige helfen uns insgesamt beim Umbau
  • Wir erlebten keine Unfälle
  • Gesundheitlich geht es uns sehr gut
  • Wir werden jeden Tag ermutigt
  • Wir sind von Gott gesegnet
2018-03-07T16:03:40+00:00

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